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Live & Experiences

Sabine Loos: „Wir erleben branchenübergreifend einen großen Bedarf nach ‚echten‘ Begegnungen."

NEXTLIVE-Interview mit der Hauptgeschäftsführerin der Messe Dortmund

Der 20. Januar steht in diesem Jahr als fixer Termin im Kalender zahlreicher Veranstaltungsplaner und Eventorganisatoren aus Wirtschaft und Industrie. Denn als Leitmesse für Live-Kommunikation und Experience-Marketing bildet die BOE traditionell den Jahresauftakt der deutschen Veranstaltungswirtschaft. 

Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin Messe Dortmund: „Wir erleben branchenübergreifend einen großen Bedarf nach ‚echten‘ Begegnungen."

Foto: TV- und Event-Moderator Aljoscha Höhn im Gespräch mit Sabine Loos, HGF Messe Dortmund.

Pandemie-bedingt wurde die Präsenzveranstaltung nun in den Juni verlegt. Mit einer digitalen Eventreihe auf einer völlig neuen Plattform gibt der Veranstalter der BOE – die Messe Dortmund – trotz Pandemie am 20. Januar den Startschuss für das Veranstaltungsjahr 2021. Mit hochkarätigen Experten-Talks und top-aktuellen Highlights aus Veranstaltungswirtschaft informiert die Road to BOE Veranstaltungsplaner und Eventorganisatoren im 14-tägigen Takt digital. Am 09. Und 10 Juni 2021 trifft sich die Eventindustrie dann in Dortmund, diesmal nicht zum Jahresauftakt, sondern um Zwischenbilanz zu ziehen. 

Im NEXTLIVE-Interview spricht die Hauptgeschäftsführerin und Messe Chefin, Sabine Loos, unter anderem über aktuelle Herausforderungen und die Zukunft der deutschen Veranstaltungswirtschaft. 

Redaktion 
Die BOE ist die führende Fachmesse für Erlebnismarketing und bietet einen Querschnitt des Leistungsspektrums der Veranstaltungswirtschaft. Um als internationale Leitmesse im wichtigsten Veranstaltungsmarkt Europas ein Zeichen der Solidarität mit der Eventbranche zu setzen, wird die diesjährige Messe in Anlehnung an die Initiative #AlarmstufeRot unter dem Namen BOE Red2021 stattfinden.

Welche Botschaft sendet die BOE in diesem Jahr an Veranstaltungsplaner sowie Marketing- und Budgetentscheider, die Live-Kommunikation in ihrem Marketingmix einsetzen? 

Sabine Loos 
„Natürlich haben wir als Leitmesse im Veranstaltungssektor eine besondere Verantwortung und die Chance, mit der BOE RED ein lautstarkes Zeichen zu setzen. Die Messe wird sich in diesen besonderen Zeiten selbstverständlich rund um die Branche der Live-Kommunikation drehen. Veranstaltungsplaner, Marketing- und Budgetentscheider finden ein informatives und den Zeiten angemessenes Veranstaltungsformat vor. Auch wenn es für viele Teilnehmer der vergangenen Jahre sicherlich ein anderes Setting als gewohnt sein wird, bietet die Messeausgabe 2021 wieder viel Raum für Austausch und diverse Vortragsprogramme. Gemeinsam mit den Ausstellern und den Fachbesuchern vor Ort sowie den Interessierten über unsere digitalen Kanäle werden wir in Dortmund auch in diesem Jahr wieder die Lösungen von morgen besprechen und mitgestalten. Und zwar mit der gesamten Branche, die wir mit der geplanten Hybrid-Lösung im Juni live an den Messestandort holen.“

Foto: Messen bieten ‚echte' Begegnungen sowie Networking- und Geschäftsmöglichkeiten.

Redaktion 
Aktuell sieht es danach aus, dass große Veranstaltungen wie Messen und Kongresse, Tagungen und andere wirtschaftsbezogenen Events frühestens in der zweiten Jahreshälfte wieder stattfinden können. Solche Veranstaltungen benötigen in der Planung jedoch einiges an Vorlauf. Was raten Sie Eventorganisatoren und Veranstaltungsplanern in der Hinsicht? 

Sabine Loos 
„Diese Prognose halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Unsere Vorbereitungen – etwa für die Jagd & Hund (Europas größte Jagdmessen) im Mai – laufen auch für das 1. Halbjahr auf Hochtouren. Ausschlaggebend ist selbstverständlich die aktuelle Pandemie-Entwicklung. Weiterhin geltende Reiserestriktionen, verschärfte Corona-Verordnungen oder eine weitere Verlängerung des Lockdowns dürfen keine anhaltenden Unwägbarkeiten mit sich bringen.

Da Planungssicherheit für Eventorganisatoren und Veranstaltungsplaner entscheidend ist, haben wir uns im letzten Jahr frühzeitig für die Verschiebung der BOE in den Sommer 2021 entschieden. Wir sind uns der schweren und existenzbedrohenden Lage bewusst, in der sich die Event- und Veranstaltungsindustrie befindet. Dementsprechend wäre das Risiko einer kurzfristigen Absage für die am stärksten betroffene Branche nicht zumutbar gewesen.

Zudem hat die Bundesregierung Unterstützung für die Veranstaltungsbranche angekündigt. Staatliche Garantien in Form eines Schutzschirms sollen Planungssicherheit schaffen. Wer in ‚optimistischer Erwartung‘ für das 2. Halbjahr plant, soll Ersatz bekommen, wenn sich Veranstaltungen wegen Corona-Restriktionen nicht realisieren lassen.“

 

 

Video: Die Road to BOE - im LIVE-Stream - gab den Startschuss für das Geschäftsjahr 2021.

Redaktion 
Aufgrund der Pandemie ist aktuell ist die Hybridisierung von Veranstaltungen in aller Munde. Im Portfolio einer Messegesellschaft haben Sie dabei allerdings mit digitalen-affinen und digital-konservativen Branchen zu tun. Wie kann Ihnen dieser Spagat gelingen?  

Sabine Loos 
„Uns ist enorm wichtig, den jeweiligen Branchen unserer Messen in Dortmund die Möglichkeit zu bieten, sich persönlich auszutauschen, frische Kontakte zu knüpfen und neueste Trends zu präsentieren. Egal, ob digital-affin und digital-konservativ. Es kommt darauf an, jede Messe an die Bedürfnisse von Partnern, Ausstellern und Besuchern kontinuierlich anzupassen, sie weiterzuentwickeln. Dafür stehen wir im engen Austausch mit den Akteuren von teils ganz unterschiedlichen Branchen, um gemeinsam mit ihnen an die Planung einer Messe zu gehen und alle Faktoren miteinzubeziehen. 

Wir sind natürlich auch vor Corona schon sehr stark in Richtung Digitalisierung gegangen. Sowohl im Messebereich als auch in unseren internen Prozessen haben wir bereits in den vergangenen Jahren begonnen, über Schnittstellen, Automatisierung und unterstützende Tools effizienter zu werden. Die jetzige Situation hat diese Planungen natürlich deutlich beschleunigt. Der Blick in Richtung hybrider Events erfordert auch, dass wir uns in den Reihen der Mitarbeiter entsprechend aufstellen und die neuen Formate mit allen Anforderungen bedienen können. Von der IT-Infrastruktur bis hin zu neuen Kommunikationskanälen, über die wir unsere Messen zukünftig ausspielen werden, gibt es diverse Entwicklungen, auf die wir uns freuen.“

Foto: Im vierzehntägigen Modus bietet die Road to BOE spannende Themen und Expertentalks.

Redaktion 
Die deutsche Veranstaltungswirtschaft belegt im globalen Vergleich hinter China und den USA den dritten Platz und ist in Europa die Nummer 1. Viele Auftraggeber sehen aktuell jedoch die Vorteile digitaler Veranstaltungsformate, die einerseits kosteneffizienter und andererseits reichweitenstärker sind. Wie sehen Sie in dem Kontext die Zukunft der deutschen Veranstaltungswirtschaft und wie zeigt sich das den Besuchern der BOE #RED21?

Sabine Loos 
„Richtig, Deutschland zählt zu den wichtigsten Messe-Nationen weltweit. Gleichzeitig hängen von der Zukunft der Veranstaltungswirtschaft hierzulande Millionen Arbeitsplätze ab. Auch deshalb wird die Frage nach der Tragfähigkeit und dem anhaltenden Nutzen digitaler Veranstaltungsformate aktuell wie kaum ein anderes Thema in unserer Branche heiß diskutiert. In unseren Gesprächen mit Unternehmen, Verbänden und Besuchern erleben wir aber, dass nicht nur in der Veranstaltungswirtschaft, sondern branchenübergreifend der große Bedarf nach ‚echten‘ Begegnungen, Gemeinschaft sowie Networking- und Geschäftsmöglichkeiten besteht.
Wir erleben wie ein Teil der Messen in die digitale Welt transferiert aber auch weiterhin physisch erlebt werden muss. Daher ist die BOE RED in einer hybriden Form geplant. Die Event-Branche bringt die nötige Online-Affinität mit, um digitale Angebote und Features zu entdecken und wahrzunehmen. Den Besuchern und Ausstellern vor Ort bieten wir gleichzeitig ebenso die Chance, an unseren Foren teilzunehmen. Das Team der Messe Dortmund arbeitet mit Hochdruck daran, spannende Runden und Vorträge für die Welt der Live-Kommunikation zusammenzustellen und die Messeausgabe 2021 in Dortmund als Treffpunkt aufzubauen.“

Redaktion 
Auch nach der Pandemie werden viele Marken und Konzerne zunächst zurückhaltend agieren, wenn es darum geht Menschen im Rahmen von Veranstaltungen zusammen zu bringen. Was ist im Hinblick auf Hygiene und Sicherheitskonzepte Ihre Botschaft an Marketing- und Budgetentscheider aus Wirtschaft und Industrie? 

Foto: Diplom Ökonom Colja Dams mit einem Best Practice Case auf der BOE-Bühne.

Sabine Loos 
„Um in diesen Zeiten eine Messe umzusetzen, ist ein entsprechendes Infektions- und Hygienekonzept entscheidend. Es muss bei allen Akteuren Vertrauen schaffen. Unser umfassendes Konzept #BeSafe hat sich auf diversen Messen in den vergangenen Monaten bewährt. Dabei haben Aussteller wie Besucher der Messe Dortmund ein sehr gutes Zeugnis mit Blick auf die getroffenen Maßnahmen ausgestellt, wie die Befragungen zeigen. Hierzu zählen beispielsweise die Deckelung der Besucherzahlen, entsprechend breite Gänge in den Hallen, erhöhte Reinigungsintervalle oder der kontaktlose Zutritt und Registrierung für alle Teilnehmer, die zu unseren Veranstaltungen kommen. Dies werden wir natürlich auch in Zukunft im erforderlichen Umfang weiterführen und die Entwicklungen rund um notwendige Maßnahmen mitverfolgen.“

Redaktion 
Der Januar gehört nicht nur der BOE, auch das BrandEx-Festival hat seit drei Jahren in Dortmund sein Zuhause gefunden. Wie steht es um die Verleihung des Kreativ-Awards, die für März 2021 geplant ist? 

Sabine Loos 
„Der Messe Dortmund ist mit dem Start der digitalen Kampagne „RoadToBOE“ am ursprünglichen BOE-Termin (20. Januar) ein erfolgreicher Auftakt zum Jahresanfang gelungen. Die digitale Verleihung des BrandEx Awards 2021 bildet dabei eines der Programmhighlights in den kommenden Monaten bis zur BOE RED. Der Kreativ-Award für erfolgreiche Live-Kommunikation zeichnet am 03. März herausragende Markenerlebnisse aus. Mit seiner neuesten Kategorie „Formats“ legt der BrandEx Award 2021 einen Fokus auf innovative und kreative Veranstaltungsformate. Neue, kleine, disruptive Festivals sind dabei ebenso angesprochen, wie langjährig existierende Messen.“

Redaktion 
Vielen Dank für das Gespräch, Frau Loos. 

Foto-Copyright © Messe Dortmund / Oliver Wachenfeld

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